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By Veit Strassner

Mit dem Ende der Militärdiktaturen in Lateinamerika stellte sich für die demokratischen Nachfolgeregierungen das challenge des Umgangs mit den Menschenrechtsverletzungen der Vorgängerregime. Am Beispiel Argentiniens, Uruguays und Chiles analysiert Veit Straßner wie sich die postautoritären Regierungen gegenüber dieser Herausforderung positionierten. Das besondere Augenmerk liegt hierbei auf den Auswirkungen dieser Vergangenheitspolitik auf die in Organisationen zusammengeschlossenen Opfer sowie auf deren Rolle innerhalb des Politikfeldes.

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Das Handelsrecht zählt zum zivilrechtlichen Pflichtfachstoff und ist damit Gegenstand der staatlichen Pflichtfachprüfung. Zudem ist es durchweg in die wirtschaftsrechtlichen Schwerpunktbereiche integriert. Vor dem Hintergrund der hierdurch notwendigen Abgrenzung konzentriert sich das Lehrbuch auf die Grundstrukturen des Handelsrechts und diejenigen Bereiche, die in den Prüfungen von allen Studierenden beherrscht werden müssen.

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Transnationale Faktoren immer mehr Bedeutung für die strafrechtliche Aufarbeitung (Ambos 1997; Roht-Arriza 2001; Akhavan 2001). So wirken beispielsweise internationale Institutionen wie die UN-Menschenrechtskommission, der Europäischen Menschenrechtsgerichtshof oder das Interamerikanische Menschenrechtssystem als institutionelle Faktoren auf die politischen und juristischen Entscheidungen auf nationaler Ebene ein. Das Gleiche gilt für die Ansätze einer grenzüberschreitenden Strafverfolgung schwerer Menschenrechtsverletzungen.

In einer frühren Arbeit versuchte Pion-Berlin (1994) unter Zuhilfenahme mehrerer Variablen die vergangenheitspolitischen Strategien in Argentinien, Uruguay und Chile zu erklären, da er der Meinung war, dass die beiden üblicherweise angeführten Aspekte (Schwere der Menschenrechtsverletzungen und das postautoritäre Kräfteverhältnis) weder einzeln noch in Kombination die vergangenheitspolitischen Varianzen hinreichend erklären. Stattdessen überprüfte er die Erklärungskraft folgender sechs unabhängiger Variablen: (1) Ausmaß des Staatsterrorismus, (2) Machtverhältnis zwischen ziviler Regierung und den Streitkräften, (3) Präferenzen der politischen Eliten und besonders des Präsidenten, (4) Stärke und Mobilisierungskraft der Menschenrechtsbewegung, (5) strategische Abwägungen und Risikobereitschaft der Entscheidungsträger und (6) der contagion effect, die politischen Lehren, welche die Präsidenten aus den vergangenheitspolitischen Erfahrungen der Nachbarländer zogen.

Welche Faktoren können zur Erklärung dieser Befunde herangezogen werden? In der Politikfeldforschung werden unterschiedliche Ansätze diskutiert, um die verschiedenen Ausprägungen von Politikfeldern zu erklären. In einem kritischen Durchgang durch die unterschiedlichen Argumentationsstränge soll nun geprüft werden, welche Ansätze für die Problemstellung dieser Arbeit fruchtbar gemacht werden können. 3. Ansätze der Politikfeldforschung In der Policy-Analyse koexistieren unterschiedliche Ansätzen zur Erklärung der spezifischen Ausprägungen von Politikfeldern.

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