Download Die Keplersche Vermutung: Wie Mathematiker ein 400 Jahre by George G. Szpiro PDF

By George G. Szpiro

Sir Walter Raleigh wollte wissen, wie Kanonenkugeln in einem Schiff am dichtesten aufgestapelt werden können. Im Jahre 1611 gab der Astronom Johannes Kepler die einleuchtende Antwort: genau so, wie Gemüsehändler Orangen und Tomaten auf den Marktständen aufstapeln. Doch dies conflict lediglich eine Vermutung, die Mathematiker vier Jahrhunderte lang zu beweisen versuchten. Erst 1998 gelang es dem amerikanischen Mathematiker Thomas Hales, die Vermutung mit der Hilfe von Computern mathematisch zu beweisen. Sowohl allgemeininteressierte Leser als auch Mathematikstudenten, Schüler und Lehrer werden dieses Buch mit Interesse lesen.

Show description

Read Online or Download Die Keplersche Vermutung: Wie Mathematiker ein 400 Jahre altes Ratsel losten PDF

Best mathematics books

Mathematics and general relativity: proceedings of the AMS-IMS-SIAM joint summer research conference held June 22-28, 1986 with support from the National Science Foundation

This quantity includes the court cases of the AMS-IMS-SIAM Joint summer season study convention mostly Relativity, held in June 1986 on the collage of California, Santa Cruz. basic relativity is without doubt one of the so much winning alliances of arithmetic and physics. It presents us with a idea of gravity which concurs with all experimentation and remark so far.

Mathematics: A Simple Tool for Geologists, Second Edition

This e-book is for college kids who didn't keep on with arithmetic via to the tip in their university careers, and graduates and pros who're searching for a refresher path. This new version comprises many new difficulties and in addition has linked spreadsheets designed to enhance scholars' figuring out. those spreadsheets is additionally used to unravel some of the difficulties scholars tend to come upon through the rest of their geological careers.

Extra info for Die Keplersche Vermutung: Wie Mathematiker ein 400 Jahre altes Ratsel losten

Sample text

Er gab ziemlich akribische Beschreibungen dieser kleinen Eisplatten ... die so vollkommen in Sechsecken ” geformt sind, wobei die sechs Seiten so gerade und die sechs Winkel dermaßen gleich sind, daß es f¨ ur den Menschen unm¨ oglich ist, irgendetwas so exakt zu machen“. Es dauerte weitere zwanzig Jahre, bis Descartes von dem Experimentator Robert Hooke (1635–1703) u ¨bertroffen wurde. 13 Nat¨ urlich entgingen auch die Schneekristalle seiner Aufmerksamkeit nicht, und er nahm in seinen Bestseller Micrographia (1665) viele Zeichnungen dieser komplexen und komplizierten Wunder der Natur auf.

Schneekristalle bestehen aus Wasser, das rund um Staubteilchen kristallisiert, die in die Atmosph¨are getragen worden sind. Die Kristalle sind aber nicht immer sechseckig und ihre genauen Formen h¨ angen von der Temperatur ab. Offensichtlich hatten sich die Schneekristalle, die Kepler beobachtete, zu einem Zeitpunkt gebildet, als die Lufttemperatur in den Wolken zwischen −12 und −16 Grad Celsius lag. 16 Wenn die Kristalle wachsen, werden sie schwerer und fallen auf die Erde. Auf dem Weg nach unten k¨onnen bis zu zweihundert von ihnen zu Schneeflocken geb¨ undelt werden.

Chr. die Existenz von Atomen postuliert. Tats¨ achlich war es Thomas Harriot, der in seinen Briefen an Kepler die Existenz von Atomen vorgeschlagen hatte, aber Kepler weigerte 28 2 Das Puzzle der Dutzend Kugeln sich, ihm zu glauben. 9 ¨ An dieser Stelle endeten Keplers Uberlegungen zum Schnee. Was unser Held auch versuchte, er fand keine befriedigende Erkl¨arung f¨ ur die sechseckige Form von Schneeflocken. Nach seitenlangen Ausf¨ uhrungen postulierte er die Existenz einer facultas formatrix, einer formenden Kraft“, welche die Schnee” flocken in ihrem sch¨ onen Muster entsprechend dem Design des Sch¨opfers anlegt.

Download PDF sample

Rated 4.92 of 5 – based on 30 votes